Kugelgewindetriebe und Trapezgewindetriebe

Bei MISUMI finden Sie eine große Auswahl an Kugelgewindetrieben und Trapezgewindetrieben. Dabei können Sie bei Kugelgewindetrieben zwischen geschliffenen und gerollten Kugelgewindetrieben wählen. Parameter wie Länge und Form des Wellenendes sowie die Mutternform können Sie entsprechend Ihrer Konstruktion konfigurieren. Bei den Spindelmuttern für Trapezgewinde können Sie zwischen verschiedenen Ausführungen wählen, wie z.B. spielfrei, mit Rundflansch oder mit Rechteckflansch.

Gewalzte Kugelgewindetriebe mit bis zu 40% weniger Volumen

Die gewalzte Ausführung der Kugelgewindetriebe bietet bis zu 40% geringere Mutternkapazität sowie die entsprechenden Kompaktmuttern. Selbstverständlich stehen auch Standardmuttern und Führungsmuttern zur Verfügung.

Verschiedene Wellenenden-Optionen

Für das Wellenende der Kugelgewindetriebe stehen mehrere Optionen zur Auswahl:

Loslagerseite

  •     Keine Bearbeitung des Wellenendes
  •     Umgekehrte Kugelmutter-Ausrichtung
  •     Keine Sicherungsnut am Wellenende der Loslagerseite
  •     Andere Bearbeitung des Wellenendes der Loslagerseite
  •     Andere Länge des Wellenendes an der Loslagerseite

Festlagerseite

  •     Schlüsselflächen auf der Festlagerseite
  •     Nut am Wellenende der Festlagerseite
  •     Bis zu 2 Spannflächen am Wellenende

Verfügbare Schmierstoffe für die Kugelgewindetriebe

Der Schmierstoff der Kugelgewindetriebe kann von der Standardausführung in folgende Ausführungen geändert werden.

Die Ausführungen L oder G ermöglichen einen sauberen Betrieb durch geringen Partikelaustritt während des Betriebs. Zur Auswahl stehen:

  • ET-100 mit hervorragender Hitze- und Oxidationsbeständigkeit sowie Adhäsions- und Kohäsionskraft. Zudem wenige Spritzer und geringer Austritt.
  • LG2 als reinraumtauglicher Spezialschmierstoff für Linearführungen, Kugelgewindetriebe usw.

Präzision der Montageschnittstelle an den Kugelgewindetrieben

Kugelgewindetriebe vom MISUMI

(1), (2) Radialschlag der Gewindeoberfläche zur Lagerachse der Gewindewelle. Diese Parameter werden durch "(8) Gesamtradialschläge der Welle" beeinträchtigt und können Kompensationen unterliegen.
(3) Radialschlag der Antriebskomponenten-Schnittstellenfläche im Verhältnis zur Lagerachse der Gewindewelle.
(4), (5) Rechtwinkligkeit der Lagerbünde der Welle im Verhältnis zur Lagerachse der Gewindewelle.
(6) Rechtwinkligkeit der Montagefläche für den Kugelmutterflansch (Referenz) im Verhältnis zur Achse der Gewindewelle.
(7) Radialschlag des äußeren Umfangs der Kugelmutter im Verhältnis zur Achse der Gewindewelle.
(8) Gesamtradialschläge der Welle

Auswahl der Kugelgewindetriebe

Das Standardauswahlverfahren für die richtigen Kugelgewindetriebe:

  1. Entscheidung über die Betriebsbedingungen der Kugelgewindetriebe: Teilegewicht, Verfahrgeschwindigkeiten, Bewegungsmutter, Gewindewellengeschwindigkeiten, Hübe, Montagerichtung (horizontal oder vertikal), Lebensdauer, Positioniergenauigkeit.

  2. Vorläufige Auswahl der Spezifikationen für die Kugelgewindetriebe: Nehmen Sie entsprechend der Betriebsbedingungen eine vorläufige Auswahl der Präzisionskategorie, des Wellen-Durchmessers, der Gewindesteigung und der Gewindewellenlänge der Kugelgewindetriebe vor.

  3. Standard-Sicherheitsprüfung:
      1. Prüfung der zulässigen Axiallast: Stellen Sie sicher, dass der Wert für die Axiallast innerhalb des Bereichs zulässiger Werte für die Gewindewelle liegt.
      2. Prüfung der zulässigen Drehzahl: Stellen Sie sicher, dass die Drehzahl der Gewindewelle innerhalb des Bereichs zulässiger Werte für die Gewindewelle liegt.
      3. Betriebsdauer: Berechnen Sie die Lebensdauer der Gewindewelle und stellen Sie sicher, dass sie für die erforderlichen Operationen geeignet ist.
      Je nach Ergebnis der Sicherheitsprüfung, muss wieder zu Schritt 1 bzw. zu Schritt 2 zurückgekehrt werden, um eventuelle Anpassungen am Setup vorzunehmen. Ist die Standard-Sicherheitsprüfung erfolgreich, folgt Schritt 4.

Überlegungen zur erforderlichen Leistung: Die folgenden Bestätigungen sind erforderlich, wenn eine höhere Positioniergeschwindigkeit und ein besseres Steuerungsverhalten benötigt werden:

  1. Festigkeit der Gewindewelle
  2. Betriebsdauervariationen aufgrund von Temperaturschwankungen

Je nach Ergebnis dieser Überlegung sind ebenfalls Schritt 1 und Schritt 2 erforderlich, um entsprechende Anpassungen zu machen.

Zulässige Axiallast der Kugelgewindetriebe

Zulässige Axiallast der Kugelgewindetriebe

Die zulässige Axiallast stellt die maximale Last dar, einschließlich einer Sicherheitsgrenze, die eine Aufwölbung der Welle hervorruft. Die max. Axiallast auf der Gewindewelle muss kleiner oder gleich dem Wert für die zulässige Axiallast sein.

 

1. Berechnung der zulässigen Axiallast

Ermitteln Sie den Wert aus der Kurve zur zulässigen Axiallast der Kugelgewindetriebe (Abb.2) mithilfe der folgenden drei Faktoren:

  • Gewindewellen-Ø
  • Montagehilfeverfahren (siehe Abb. 3)
  • Abstand zwischen den Lastwirkungspunkten (siehe Abb. 3)

* Verwenden Sie eine Formel, um einen genaueren Wert für die zulässige Axiallast zu ermitteln.

 

2. Berechnung der maximalen Axiallasten

Verwenden Sie die folgenden Formeln, um jede Axiallast für Beschleunigung, konstante Geschwindigkeit und Verzögerung (bei horizontaler Installation) zu ermitteln. Die größte Last wird als maximale Axiallast angesehen.

  • Konstante Geschwindigkeit ··· Axiallast (Pb)=μWg
  • Beschleunigung ··· Axiallast (Pa)=W +μWg
  • Verzögerung ··· Axiallast (Pc)=W -μWg

*Entfernen Sie bei vertikaler Installation das "μ" aus der Berechnung.

μ: Linearführungs-Reibungskonstante (0.02 für die Linearführungen)
W: Gewicht der Teile
g: Erdbeschleunigung 9.8 m/s2
α : Beschleunigung (*)
(*) Beschleunigung (α)=(Vmax/t)x10-3
Vmax: Schnellzufuhr-Geschwindigkeit
t: Beschleunigungs-/Verzögerungszeit
3. Sicherheitsprüfung

Überprüfen Sie die Kurve zur zulässigen Axiallast (Abb. 2), um sicherzustellen, dass der Wert für die maximale Axiallast kleiner oder gleich dem Wert für die zulässige Axiallast ist.

Video - Einführung Kugelgewindetrieb (engl.)

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